Wie schon ein paarmal hier im Blog erwähnt, haben Olaf Brill und meine Wenigkeit tatsächlich einen Preis für unsere Werk „Der kleine Perry“ erhalten. Wir konnten leider nicht vor Ort auf dem MetropolCon in Berlin sein, um den Preis selber in Empfang zu nehmen. Wir waren zu der Zeit im beschaulichen Örtchen Gönnheim, um auf dem dortigen Comicfestival genau das zu tun, warum wir diesen Preis überhaupt erhalten haben: Die jüngeren Generationen für die Science Fiction (und natürlich auch an den Mythos Perry Rhodan) zu begeistern!
Unser guter Freund Ruben Wickenhäuser, Perry-Rhodan-NEO- und Jugendbuch-Autor, hat uns auf der Bühne in Berlin vertreten und für uns die Urkunden entgegengenommen. Jörg Ritter hat davon ein paar Fotos gemacht, die ihr gleich hier drunter sehen könnt – und wer noch weiter scrollen mag: Darunter folgt noch die komplette Laudatio – die kann man natürlich auch auf der Webseite des Kurd Laßwitz Preises lesen.

Foto: Jörg Ritter

Verlesung der Laudatio. Foto: Jörg Ritter

Ruben Wickenhäuser bedankt sich in unserem Namen. Foto: Jörg Ritter

Die Urkunden, davor ein „Kleiner-Perry“-Flyer, Foto: Ruben Wickenhäuser
LAUDATIO:
Wie lassen sich Kinder für das Lesen generell und das Genre Science Fiction im Besonderen begeistern? Eine Möglichkeit, die Lust am Lesen zu wecken, sind Comics. Wenn die Bilergeschichte begeistert, man genauer wissen möchte, was da passiert, und beginnt, eigenständig die Sprechblasen zu lesen. Dazu muss der Comic altersgerecht sein, mit liebenswerten Identifikationsfiguren und einer spannenden Ge-schichte, in der Humor nicht fehlen darf. Dass dafür nun ausgerechnet der Held einer Heftromanserie für Jugendliche und Erwachsene geeignet sein soll, über dessen Kindheit man in der umfangreichsten literarischen Erzählung der Welt nichts erfährt, ist dann doch eher überraschend. Oder auch nicht, denn so Kann man diese Lücke unbeschwert füllen. Und da die »Perry Rhodan«-Serie für viele heute erwachsene SF-Fans der Einstieg in dieses Genre war, wieso nicht den Einstieg ins Genre nach vorne verlegen?
Autor Olaf Brill und Zeichner Michael Vogt haben diesen Versuch gewagt und eine Comicserie gestartet, die nun in drei Bänden vorliegt. Darin startet der Kleine Junge Perry in vielfältige, bunte Abenteuer, die ihn durchs All auf unterschiedlichste Planeten führen, wo er nach und nach neue Freund*innen gewinnt. Ein Kleiner Mausbiber, Gucky. ist bereits am Anfang sein Begleiter, auf die gleichaltrige Arkonidin Thora trifft er nach wenigen Seiten, und in jedem Band Kommen weitere junge Außerirdische hinzu. Mit viel Witz erzählt Olaf Brill seine
Geschichten dieser frechen, kleinen Bande, die man auch als Plädoyer für Toleranz, Freundschaft und friedliche Lösungen verstehen und lesen Kann. Mit Michael Vogt verbindet ihn eine über zehn Jahre andauernde Zusammenarbeit. Der Humor, den beide in der Reihe »Ein seltsamer Tag« entwickelt haben, ist auch hier überall zu spüren. Passend zu Vogts farbenprächtigen Zeichnungen in einem klaren Stil, der trotz der Ausrichtung auf ein junges Publikum nicht auf abwechslungsreiche Bildanordnungen und schöne Details verzichtet.
Olaf Brill hat auch »Perry-Rhodan«-Romane verfasst, erlaubt sich aber trotzdem sehr viele Freiheiten mit seinen Figuren aus dem Perry-versum, die dem Kanon dieses Erzähluniversums widersprechen. Die Comic-Bände sind aber sehr wohl auch für Erwachsene und »Perry-Rhodan«-Fans geeignet, denn man findet viele kleine Anspielungen auf die Serie des erwachsenen Rhodans und es macht Spaß, die bekannten Figuren einmal anders zu erleben.
Die Mehrheit der deutschsprachigen SF – Schaffenden stimmt dafür, daß Brill und Michael Vogt für das Heranführen der jüngsten Generation an die Science Fiction durch »Der Kleine Perry« den Kurd Laßwitz Sonderpreis 2025 für einmalige herausragende Leistungen im Bereich der deutschsprachigen Science Fiction zu verleihen.