Solange man noch ein frohes Neues Jahr wünschen kann, solange ists noch Zeit, einen Jahresrückblickzu machen – und das neue Jahr ist ja erst 8 Tage alt.
2025 war ein Tour-Jahr, (meist) zusammen mit Olaf Brill war ich in vielen deutschen Städten und in zwei Nachbarländern unterwegs, um neuen und alten Lesern den „kleinen Perry“ und einige meiner anderen Comics näher zu bringen. Auftaktveranstaltung und Lokalderby war die Berliner Comicmesse, die wie immer in den Tegeler Seeterrassen stattfindet und eigentlich eher eine Comicbörse ist, aber unterdessen auch viele Comickünstler*innen aus Berlin und darüber hinaus anlockt. Mit im Schnitt etwa 1000 Besuchern ist diese Veranstaltung auch nicht wirklich klein.

Berliner Comicmesse kurz vorm öffnen der Tore – Stand ist aufgebaut und die ersten Signaturen gezeichnet.
Im Mai stand dann die Comiciade in Aachen an, die alle zwei Jahre stattfindet. Olaf und ich waren bereits ein paar Tage früher vor Ort, da wir Lesungen und Workshops in zwei Aachener Schulen abgehalten haben. Die Comiciade ist eine sehr nette, familiäre Veranstaltung, auch wenn der etwas unterkühlte Veranstaltungsort (eine Eissporthalle) etwas anderes vermuten ließe. Das Team um Alexander Samsz organisiert das Ganze aber wunderbar und in diesem Jahr gab es sogar mehrere Ausstellungen in der Halle.

Eine Seite aus Band 1 von „Der kleine Perry“ in der Ausstellung in Aachen.
Im Juni gabs ein Doppelevent in München: Am 19. und 20. waren Olaf und ich zu Gast am Carlsen-Stand auf dem Comicfestival, am 21. und 22. dann auf dem Garching Con, dem größten Treffen der Perry-Rhodan-Fans. Hier habe ich bereits ausführlich darüber berichtet.
Nur wenige Tage danach ging es in die Pfalz, zum dritten Comicsalon in Gönnheim, der wie immer zeitgleich mit dem Weinfest und einem fantastischen Street-Art-Festival stattfindet. Der Pfälzer Comicsalon kann sich sicherlich nicht mit dem großen in Erlangen messen, ist aber eine sehr feine, symphatische Veranstaltung – zu der es im übrigen jedes Jahr ein „Salon-Journal“ genanntes Album in kleiner Auflage von nur 500 Stück gibt, in der wunderbare Kurzcomics von verschiedenen Comickünstler*innen enthalten sind. Wer in diesem Journal vertreten ist, wird auch zum Festival eingeladen und man kann sich das Journal direkt signieren lassen. Das ist unterdessen fast schon eine sportliche Aufgabe geworden, von jedem beteiligten Zeichner oder Zeichnerin eine Signatur zu erwischen. Jedes Jahr gibt es auch einen neuen Festival-Ehren-Präsidenten, nach Frank Cmuchal beim ersten und meiner Wenigkeit beim zweiten Salon fiel diese Ehre dieses mal auf Ulf K., der entsprechend auch das Festival-Plakat und das Titelbild des Salon-Journals gestaltete.

Ja, als Ehrenpräsident erhält man tatsächlich ein Zepter – in Form eines riesigen Bleistifts mit dem man auch tatsächlich zeichnen kann.

Klein aber sehr symphatisch: Der Pfälzer Comicsalon!

Immer dabei (wenns geht): Meine Mara, die spätestens seit 2025 auch Salon-Liebling ist.
Ohne meinen Autor musste ich mich dann knapp zwei Wochen später nach Luxemburg begeben, wo ich zum 31. internationalem Comicfestival in Contern eingeladen war – immer eine große Freude und Ehre, bei diesem fantastischen Festival dabei sein zu dürfen. Ich habe hier etwas mehr dazu geschrieben.
Ende August erschien dann endlich der dritte Band von „Der kleine Perry: Der Meister der Roboter“ – hier gibts übrigens einen recht fetzigen Trailer dazu.
Mir fällt eben auf, dass ich damals gar keinen Blogeintrag dazu gemacht habe. Aber wie man hier vielleicht gerade auch ganz gut sieht: Ich war die ganze Zeit entweder mit Zeichnen, oder mit dem Zeichnen auf Messen beschäftigt. Und zwischendurch mit dem herumfahren in der Republik. Ich habe leider kaum zeit für regelmäßige Blogeinträge gefunden. Man möge mir verzeihen und ich nehme mir (wieder einmal) fürs neue Jahr vor, hier mehr zu schreiben. 🙂
Vorpremiere feierten wir im Berliner Comicladen „Grober Unfug“ in Kreuzberg mit einer kleinen Signiersession – wie immer auf einer Bierbank vor dem Laden. Die „richtige“ Buchpremiere fand dann allerdings am 9. September in Hamburg statt, hier natürlich wieder mit Olaf! Wir fanden uns zu einer Lesung und einer Signierstunde im Bahrenfelder Comicladen „Petit Kami“ ein. Zu der Veranstaltung kamen sogar weitangereiste Fans (und natürlich einige große und kleine Hamburger).

Ankündigungstafel vor „Petit Kami“, dem feinen Comicladen der sehr symphatischen Cathy Bazabas. Foto: Georg Steinbüchel

Fleißig am Stifte schwingen: Olaf Brill (links) und Michael Vogt (rechts im Bild). Foto: Georg Steinbüchel
Ende September ging es dann wieder nach Speyer! Im Technikmuseum finden alljährlich die SF-Tage statt: Zwischen Oldtimern, Schiffen, U-Booten und kompletten Flugzeugen laufen Stormtrooper, Star Trek-Admiräle, Ghostbuster und jede Menge weitere Besucher herum und schauen sich an, was die zahlreichen Aussteller so im Bereich SF zu bieten haben. Wie bereits im letzten Jahr waren wir auf Einladung des Perry-Rhodan-Stammtischs Mannheim dort und haben fleißig signiert.

Am signieren: Michael Vogt und Olaf Brill in Speyer. Foto: Georg Steinbüchel

Der Perry-Rhodan-Stand in der Weltraumhalle.
Der nächste Termin führte Olaf und mich Ende November nach Wien! Ich kannte die Stadt bisher nur aus „Der dritte Mann“ oder der TV-Serie „Kottan ermittelt“ – nun konnte ich die legendäre Stadt endlich selber mal kennenlernen (soweit man das neben einer Messe eben so schafft). Entsprechend war ich auch zum ersten mal auf der Vienna ComicCon, die gerade ihr 10. Jubiläum feierte. Zum Glück lag unser Hotel ziemlich genau gegenüber der Messe (und witzigerweise auch nur einen Steinwurf vom Prater entfernt!), so dass wir recht flott zur Con rüberlaufen konnten. Damit wir uns auf dem Weg und auch innerhalb der Messe nicht verlaufen, hatten Olaf und ich eine persönliche Assistentin, die alle Wege und Zeitpläne genau im Auge hatte und uns wunderbar durch die zwei Con-Tage lotste. Leider gab es hier trotz großer Bühnen keine Gelegenheit, eine Lesung zu veranstalten – aber immerhin gab es ein PAN-Panel, in dem Olaf und ich ein wenig über die Entstehung und den Hintergrund vom „kleinen Perry“ reden konnten.

Am Signiertisch auf der Vienna ComicCon

Der zentrale Buchhändler hatte reichlich „Perry“-Exemplare zum signieren vorrätig – leider aber wenig Hinweise auf unsere Signierstunden, so dass wir selber Schildchen aufgestellt haben.

PANel am Sonntag um 17.30 auf der Vienna ComicCon. Foto: Michael Seirer
Und schließlich (gleich geschafft, werte Leserschaft!) waren wir nur eine Woche nach Wien noch auf der ComicCon Stuttgart – noch eine Stadt, die ich bis dahin nicht kannte! Der Con ist wahrlich gigantisch, man musste aufpassen, sich nicht zwischen den vielen Ständen und den sehr bunten Angeboten zu verlaufen. Zum Glück war der Perry-Rhodan-Stand in einer der vorderen Hallen und recht leicht zu finden. Wie immer haben wir zahlreiche junge und junggebliebene Perry-Fans bezeichnen dürfen und nebenbei konnten wir die tollen Cosplays bewundern (ich habe sogar einen Mr. Sakamoto entdeckt!).

Aussen trübe, innen fröhlich und bunt: ComicCon Stuttgart.

Der kleine Perry fliegt durch die Messehalle.
Das war insgesamt ein auf- und anregendes, spannendes und recht anstrengendes Comic-Jahr 2025 für mich – aber ich möchte keine Minute davon missen. Ich hoffe, wir sehen uns im neuen Jahr 2026 auf der einen oder anderen Messe und Comicveranstaltung wieder.